Über die Geschichte der 'Eensgezindheid' ist uns leider nur wenig bekannt. Das Schiff war seit seinem Stapellauf bei der Werft Nederlof in Sliedrecht bei Rotterdam von 1895 bis 1974 in den Händen der Familie Korporaal. Zunächst wurde die Eensgezindheid als Frachtsegler, mit Beginn der Motorisierung als Schleppschiff genutzt, d.h.: sie wurde von einem anderen Schiff geschleppt. Wir sind zwar im Besitzt der Schiffspapiere, Bilder oder Geschichten über die sicherlich spektakulären Fahrten auf den grossen Flüssen sind jedoch leider mit der Zeit verloren gegangen Und manchmal fragen wir uns: wer waren wohl die Menschen hinter dem Ruder des schönsten Klippers der Niederlande?
In den 1970er Jahren wollte die Familie Korporaal das Schiff verkaufen, und so erstand es ein Zahnarzt, um es als Hausboot zu nutzten. Also lag die Eensgezindheid jahrelang in Amsterdam als Hausboot. Regelmässig kamen Interessenten vorbei und machten dem Eigner Angebote für das Schiff, denn die Charter-Segelfahrt fang an zu wachsen. Der Geduldige gewinnt, vor allem wenn er das höchste Gebot abgibt. Also wurde der abgetakelte Rumpf schliesslich für einen unbekannt hohen Betrag durch die Firma Ribro ersteigert.
Ribro ist eine Eignergemeinschaft von Ted van Broekhuyzen und Gert Ritzema, sie brachten das Schiff wieder unter Segel. Diese Männer liebten (lieben) das Segeln hart am Wind, so bekam die 'Eensgezindheid' grosszügig bemessene Segel.
Seit dieser Zeit ist das Schiff ständig auf den oberen Plätzen bei Regattenranglisten zu finden, dabei nicht selten auf dem ersten Platz. Für die Statistik: Das Schiff hat in den letzten 18 Jahren sieben mal den berühmten 'Silbernen Klipper' nach Hause gefahren und konnte auch mehrmahls die Pieperrace oder Brandarisrace gewinnen oder die zweite und dritte Plazierungen erreichen.


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